Causeway Coastal Route

Von Alan Morrow

Causeway Coastal Route

Jetzt ist es offiziell: Die Causeway Coastal Route ist eine der schönsten Autorouten der Welt. Sie beeindruckte mich mit menschenleeren Stränden, pittoresken Häfen und malerischen Örtchen. Auf schwindelerregenden Sträßchen zeigte sie mir immer wieder, warum ich Irland so sehr liebe, und wies mir den Weg zu Köstlichkeiten direkt aus den Tiefen der Irischen See. Dabei fängt die 193 Kilometer lange Causeway Coastal Route ganz harmlos an, auf der Autobahn von Belfast am flachen Nordufer des Belfast Lough. Schon bald ist das massive Carrickfergus Castle zu sehen und ich passiere die geschäftige Hafenstadt Larne. Danach beginnt die eigentliche Coastal Route, die Straße verengt sich und schmiegt sich an die felsige Küste mit ihrem fossilienreichen Juragestein.

Keine Frage, die in den 1830ern gebaute Straße ist eine enorme Ingenieursleistung, an die noch heute eine Gedenktafel erinnert. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten finden sich immer wieder versteckte Schönheiten, zum Beispiel die vom Meer geformten Höhlen zwischen Waterfoot und Red Bay Pier, von denen eine früher als Schulzimmer diente. Kurz nach Cushendall fahre ich über Land nach Ballycastle, vorbei an Cushendun, Torr Head, Murlough Bay und dem großartigen Fair Head. Die in die steilen Klippen gehauene Straße fordert höchste Konzentration – nicht immer einfach, denn nur zu gern schweift der Blick über die Wogen des North Channel in Richtung Schottland.

Nach einer Übernachtung im Bushmills Inn neben der bekannten Destillerie fahre ich weiter zum Giant’s Causeway mit dem Causeway Visitor Centre. Das monumentale Naturphänomen schlägt mich in seinen Bann und lässt mich tief bewegt zurück. Auf dem letzten Teilstück in Richtung Derry~Londonderry weitet sich die Straße. Von einer Klippe fast 40 Meter über Downhill Strand grüßt der Mussenden Temple, und als die „Maiden City“ dann in Sicht kommt, ist meine Reise auch schon zu Ende.

Zwischenstopps

Causeway Coastal Route - Straße an der Küste

Sehen
Genießen Sie die atemberaubende Aussicht von den Klippen über Kinbane Castle. Achtung: Der Pfad ist steil und schmal! Die angeblich kleinste Kirche Irlands, St Gobban’s Church, ist in Portbraddan zu bewundern. „Game of Thrones“-Fans sollten sich die Originalschauplätze in Ballintoy Harbour nicht entgehen lassen.

Essen
Wer in den Nine Glens of Antrim gut essen möchte, dem sei Harry’s in Cushendall ans Herz gelegt. Einen exquisiten Mix aus irischer und kontinentaler Küche bietet das French Rooms in Bushmills. Ein Stopp in der Ramore Wine Bar in Portrush lohnt sich ebenso wie im Lost and Found in Coleraine mit seinen Kaffeespezialitäten.