Reise mit dem Wohnmobil: Spanien

Herbst-Traumreise von Bad Waldsee nach La Manga in Spanien

In Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift WOHNMOBIL & REISEN verloste HYMER im Sommer 2015 eine 14-tägige Herbst-Traumreise mit einem Hymermobil ML-I.

An dem Gewinnspiel teilnehmen konnte man, indem man der Fachzeitschrift vom ganz eigenen Traum einer Herbstreise berichtete. Für Volker Bauer aus Pfinztal wurde aus dem Traum begeisternde Realität. Denn er war der glückliche Gewinner, der zu einer zweiwöchigen Tour in dem komfortablen Reisemobil mit vorbildlicher Sicherheitsausstattung starten durfte. Wohin ihn die Reise führen sollte, das durfte er selbst entscheiden.

- Ein Reisebericht von Volker Bauer aus Pfinztal. -

Ein zweiwöchiger Spanienurlaub lockte und unsere Traumreise sollte uns durch die landschaftlich reizvolle und schöne Schweiz über Grenoble ins Rhone-Tal führen.

Bereits bei der Hinreise machten wir einen ersten Stopp in Bad Bellingen, dem sonnenreichsten Heilbad Deutschlands im schönen Markgräfler Land. Bei einer Wassertemperatur von 34°C bis 36°C entspannten wir unsere Körper, unseren Geist und die Seele in der Balinea Therme. Das idyllisch gelegene Heilbad Bad Bellingen im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich bietet eines der besten Thermalwässer Deutschlands mit einer gesundheitsfördernden Wirkung.

Genuss, Wein und Therme, das ist das Motto von Bad Bellingen – und dieses lässt sich ganz einfach und bequem vom Wohnmobilstellplatz aus erleben. Der Service aller Angestellten war lobenswert und nach einem guten badischen Essen beendeten wir den ersten Tag mit einem fruchtigen Glas „Gutedel“.

Einen weiteren Übernachtungsstopp legten wir in der Region Rhône-Alpes in der Nähe von Annecy auf einem sehr ruhigen, geschlossen und gesicherten Stellplatz einer Straußenzuchtfarm in der kleinen Gemeinde Hauteville Sur Fier ein. Gegen Gebühr können Angelfreunde hier in einem kleinen Fluss neben den Straußengehegen Forellen für ein leckeres Mahl angeln.

Zwischen Genf und Grenoble gelegen, hat die Region Rhône-Alpes jede Menge Kultur, glasklare Bergseen und Flüsse sowie steil aufragende Gebirgsketten zu bieten und ist somit eine ideale Gegend zum Klettern, Radfahren, Wandern, Gleitschirm fliegen und Tauchen.

Nach einer Besichtigung der Straußenfarm deckten wir uns mit frischem Straußenfleisch, Straußensalami und leckeren Pasteten ein und verbrachten eine erholsame Nacht in unserem komfortablen Wohnmobil.

Straußenfarm

Die Reise führte weiter in die beschauliche Metropole Valence, wo man überall auf die Spuren von Napoleon Bonaparte trifft. Das 4. Artillerie-Regiment wurde unter

Napoleon in Valence stationiert. Dadurch wurde Valence zur einflussreichsten, militärisch strategischen Stadt im Rhone Tal.

Die historische Altstadt mit ihren kleinen verwinkelten Gassen und ausladende Plätze lädt zu einem ausgiebigen Streifzug und zum Verweilen bei einem Glas Côtes du Rhône ein.

Für alle Brot- und Gebäckliebhaber:

In der Boulangerie Patisserie (Bäckerei, Konditorei) L‘ Artisan in der Victor Hugo Avenue 385 gibt es die besten Backwaren mit größter Auswahl der Region. Unsere Favoriten: mit diversen Zutaten wie Nüssen, Speck, Zwiebeln, Käse, Oliven und Mohn gefüllte Baguette.

Am nächsten Tag ging es für uns über eine Landzunge von Sete am Golfe du Lion nach Marseillan-Plage. Dabei führte uns die Straße entlang des Étang de Thau, der bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von 4,5 Metern einen Umfang von 55 km hat. Tourismus und Austernzucht spielen seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine immer bedeutendere Rolle für das Leben und das Auskommen der Bewohner dieser Region.

Wir übernachteten auf einem Campingplatz in Marseillan Plage einem typischen Ferienort mit unendlich langen und sehr breiten Sandstränden. Wer Bade- und Shoppingurlaub reger Gesellschaft sucht, kommt hier auf seine Kosten.

Ab hier begann nun unser eigentlicher Traumurlaub, da wir die bisherige Wegstrecke schon von früheren Fahrten her kannten! Die wunderschöne unberührte Natur in den Hügellandschaften der Clape oder der Corbières, wo sich wilde Natur und antike Mittelmeerstädte ein Stelldichein geben, kann man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Mountainbike erkunden. Diese Mittelmeerlandschaft, geprägt von strahlender Sonne, türkisfarbenem Meer und die wilder Natur begeisterte uns.

Weiter ging unsere Traumreise in Spanien nach Besalú und ins Kloster Montserrat. Etwa 33 Kilometer nordwestlich von Girona, auf einer felsigen Anhöhe auf dem Nordufer des Rio Fluvia am Fuße der spanischen Pyrenäen liegt Besalú, eine mittelalterliche Kleinstadt in der Provinz Girona in der Autonomen Region Katalonien.

Die Ursprünge des Ortes, der eine der bemerkenswertesten Stadtanlagen Kataloniens bildet, sind in einer bereits im 10. Jahrhundert dokumentierten Burg zu suchen. Aufgrund seiner architektonischen Bedeutung wurde der gesamte Ort 1966 unter Denkmalschutz gestellt.

Wir übernachteten in einem sehr empfehlenswerten, ruhigen, idyllisch gelegenen und gepflegten Campingplatz mit Schwimmbad in Montagut.

Ein absolutes Muss auf dem Weg von Besalú nach Barcelona stellt der der Besuch der berühmten Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat dar. Die Abtei befindet sich im äußersten Süden der Comarca Bages etwa 40 km nordwestlich von Barcelona, auf einer Höhe von 721 Metern. Heute leben dort ca. 80 Mönche.

Die heutige Klosterkirche wurde von Leo XIII im Jahre 1881 zur päpstlichen Basilika minor, ein seit dem 18. Jahrhundert besonderer Ehrentitel für bedeutende Kirchengebäude, erhoben.

Die Nacht verbrachten wir vor den Toren Barcelonas auf dem Camping Tres Estrellas in Gava, der idealer Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung Barcelonas ist. Spannender kann eine Stadt nicht sein: Hafen, Strand, Kirchen, kleine Gassen, Märkte, Kunst ... alles auf überschaubarer Fläche zu erreichen.

Unser nächstes Reiseziel war das Ebro Delta, das als artenreiches Brut- und Rastgebiet für viele Vogelarten dient. Nach der Reisernte im September und Oktober finden tausende Vögel in dem unbedeckten Sumpfland dort Nahrung und neben verschiedenen heimischen Vogelarten sind dort auch zahlreiche Zugvögel, Enten, Reiher, Watvögel, Möwen, Blässhühner und Flamingos zu beobachten.

Die Reisernte war in vollem Gange und interessiert beobachteten wir, wie Erntemaschinen, die unseren Mähdreschern ähneln, jedoch nicht mit Gummibereifung sondern mit Kettenantrieb bewegt werden, die großflächigen Reisfelder abdroschen. Die folgende Nacht verbrachten wir auf einem stilvollen, sehr ruhig gelegenen Campingplatz am Fuße eines Berghangs in Cullera/Valencia, der nur ca. 300 Meter vom Strand entfernt ist.

Unser finales Ziel war La Manga del Mar Menor, wo wir die nächsten fünf Tage gemeinsam mit Freunden auf dem Camping Caravaning La Manga Costa Calida verbrachten. Das Mar Menor befindet sich im Süd-Osten Spaniens in der Region Murcia und ist eine paradiesische Urlaubsregion mit durchschnittlich 320 Sonnentagen im Jahr.

Die Lagune Mar Menor mit einer maximalen Wassertiefe von ungefähr sieben Metern bietet weitläufige Sandstrände mit kristallklarem Wasser. Sie ist durch einen schmalen Landstreifen mit einer Länge von 22 Kilometern vom Mittelmeer getrennt.

Der Campingplatz liegt dort direkt am See, wo die abendliche Sonne im schönsten Farbspektrum einen herrlichen Anblick bietet. Sehr zu empfehlen für gutes, preiswertes, spanisches Essen ist das Restaurante Los Triolas, das sich in unmittelbarer Nähe vom Campingplatz Caravaning La Manga del Menor befindet.

Gemeinsam besuchten wir Cartagena und Mazarron-Murcia. Besonders beeindruckt waren wir von den riesigen Gummibäumen in der Altstadt von Cartagena und von den Felsen nahe Mazarron, deren bizarre Formationen vom Wind geformt wurden.

In der Umgebung von Cartagena gibt es zahlreiche, romantisch gelegene und kaum besuchte Buchten mit glasklarem Wasser, wo jeder seine Ruhe in einer der kleinen, abgeschiedenen Nischen findet.

Fazit:

Die Reisedauer von zwei Wochen war für die lange Wegstrecke viel zu kurz. Nächstes Jahr werden wir diese Tour nochmals unternehmen, uns aber für alles etwas mehr Zeit nehmen. Wir beabsichtigen dann auch, das Sea live Aquarium in Valencia und die römische Wasserleitung in Tarragona zu besuchen.

Das Hymermobil ML-I 580 überzeugte uns vollends und wir sind begeistert. Wir gratulieren der Firma HYMER zu diesem gelungen Wohnmobil. Eine Auflastung auf 4,25 t ist ratsam. Das Siebengang-Automatikgetriebe und die Rückfahrkamera wollen wir nicht mehr missen.

Weiterhin bedanken wir uns beim Family Home Verlag für diese wunderschöne Reise!