Wohnmobilreise Spanien

Mit HYMER & Bike auf Roadtrip durch Spanien

Ein Reisebericht von Romina Lemmert / outdoormind.de

Das Outdoormind Team war dieses Jahr mit dem Hymermobil Exsis-i 588 2 Wochen in Spanien unterwegs. Schon lange hatten wir die Vision, Spaniens beste Bikespots zu besuchen. Mit einem Reisemobil ist das perfekt und so entscheiden wir uns für HYMER. Das Hymermobil Exsis-i 588 ist das größte integrierte Reisemobil in der 3,5 Tonnen Klasse. Selbst im beladenen Zustand und bei Vollbesetzung wird die 3,5-Tonnen-Grenze nicht überschritten.

Unsere Bikes finden einen sehr guten Platz in der Garage des Fahrzeuges. Hier passen die Bikes komplett rein, ohne die Räder demontieren zu müssen. On Top ist noch Platz für weitere Bike-Utensilien, ein aufblasbares Stand Up Paddle Board und Campingstühle.

Schon bei der Abholung besticht das Fahrzeug mit seinem Design und einer ansprechenden Gemütlichkeit. Auch die Raumaufteilung ist sehr gut durchdacht. So ist Schlafplatz für 4 Personen – dank des Hubbetts und der großen Liegefläche im Heck mit zwei Einzelbetten, welche sich durch eine Verbindung zu einem großen Doppelbett umwandeln lassen. Wir waren nur zu zweit, was natürlich Luxus pur bedeutet. Und viel Platz für sämtliches Gepäck und Equipment. Im gesamten Hymermobil gibt es praktische Verstaumöglichkeiten.

Nach der Abholung in Bad Waldsee fahren wir nach Zürich, um das Fahrzeug zu beladen. Wir wissen bereits auf was es zu achten gilt und was man immer dabei haben sollte. Durch unsere Outdoormind Ski Safari haben wir bereits Erfahrung im Wintercamping gemacht. Im Sommer ist das Campen natürlich ein wenig komfortabler. Die Gasflaschen halten sicher zwei Wochen, wir benötigen keine Schneeketten und müssen uns keine Gedanken um Eis, Schnee und Einfrieren der Rohre Sorgen machen – was bei den HYMER Reisemobilen dank isolierter Installationen und Tanks aber ohnehin nicht der Fall wäre.

Was man natürlich immer dabei haben sollte: Schlauch, um Wasser aufzufüllen, Adapter für Wasserhahn, Stromkabel mit Adapter, Teppich für Eingangsbereich und Handfeger (klingt unerheblich, aber wer viel draußen ist braucht ihn am Ende jeden Tag). Ansonsten bietet das Reisemobil eigentlich alles, was das Herz begehrt und man muss "nur" wie üblich seine sieben Sachen für den Urlaub mitbringen. Natürlich darf auch das Kochequipment nicht fehlen, genauso wie Gewürze und Lebensmittel. Schließlich macht das Kochen mit dem kleinen aber feinen Küchenblock extrem Spaß. Es ist einfach ein heimeliges Gefühl, wenn man alles mit dabei hat. Und es bietet ein enormes Freiheitsgefühl, da man ja überall stehen bleiben kann, um zu kochen, eine Dusche zu nehmen oder zu übernachten. Besonders für uns ist diese Art des Reisens genial. Denn wir haben schließlich alles dabei was wir benötigen (Bikes, Essen, Bett, Bad und Fortbewegung in einem) und können ganz entspannt nach Gemüt der Sonne und den Trails entgegen fahren.

So haben wir grob unsere Route festgelegt, natürlich auch an den entsprechenden Orten ein paar Locals angefragt, dass sie uns die Trails und die Gegend zeigen, damit wir in der wenigen Zeit, die wir jeweils vor Ort haben, entsprechend viel sehen können.

Unsere Reiseroute sah wie folgt aus: Zürich - Andorra - Ainsa (Baskenland) - La Fenasosa Bikepark (Andalusien) - Malaga (Andalusien) - Sierra Nevada (Andalusien) - San Sebastian - Zürich.

Und so konnten wir es auch gut verfolgen. Das Wetter spielte sehr gut mit und auch ein, zwei unvorhergesehene Nächte in der Wildnis verliefen unkompliziert. In Spanien gibt es nicht überall gute Möglichkeiten wild zu campen. Natürlich ist dies auch eine Sicherheitsfrage. So haben wir immer versucht auf Campingplätzen zu übernachten. Dort hatten wir die Möglichkeit, Wasser aufzufüllen, die Toilette zu entleeren und Strom anzuschließen. Im Bikepark La Fenasosa in Andalusien verbrachten wir 3 Nächte vor Ort ohne Campingplatz, was wir sehr empfehlen können, da dieser Ort einzigartig ist mit einer sagenhaften Kulisse, in der man morgens gerne aufwacht. Und sehr sicher ist es dort auch, da das riesige Areal privat ist und nachts durch ein Tor verschlossen wird. Für 3 Tage kann man in einem Reisemobil gut mit dem Wasservorrat auskommen, sofern man sparsam damit umgeht. Strom ist natürlich dementsprechend weniger vorhanden. Für das Aufladen des Handys findet sich aber immer eine Möglichkeit. Sei es mit einem Solar Ladegerät oder über den USB Stecker am Radio (falls vorhanden).

In Bubión in Sierra Nevada haben wir ebenfalls 2 Nächte verbracht, da es in der Nähe keinen Campingplatz gab. Was aber nicht weiter schlimm war, denn auch hier in den Bergen ist es sehr sicher und man findet einige Camper vor Ort auf dem Parkplatz. Wasser kann man wie gesagt entweder an einem Campingplatz auffüllen oder aber an nahezu jeder Tankstelle. Beim Wildcampen sollte man nur beachten, dass man einigermaßen gerade steht. Denn Schräglage bemerkt man sofort und kann beim Kochen, Schlafen oder Duschen extrem lästig sein. Mit der Zeit hat man es aber raus und ein Auge dafür. Natürlich sind wir aber immer noch weit entfernt von den wahren Campingprofis, die man auf Campingplätzen vorfindet. Da staunt man schon nicht schlecht.

Aber wir lernen jedes Mal wieder etwas dazu. Und vor allem ist jedes Land anders auf Thema Camping eingestellt. In Spanien gab es zwar schon einige Campingplätze, aber es war nicht immer möglich Wasser an Tankstellen aufzufüllen oder sogar an einer Tankstelle das Abwasser und die Toilette zu entleeren. Auf der Fahrt durch Frankreich dagegen kamen wir an sehr vielen Tankstellen vorbei, die diesen Service anbieten. Und in San Sebastian haben wir zum ersten Mal einen "öffentlich Camping Parkplatz" getestet. Das heißt, man zieht ein Parkticket, wie an einem normalen Parkplatz, nur mit dem Unterschied dass dies für 24 Stunden gilt und viele andere Wohnmobile neben einem stehen. Man kann Müll entsorgen, die Toilette entleeren und Wasser auffüllen. Das für 4 EUR am Tag. Da kann man wirklich nichts sagen. Sicher haben wir uns auch gefühlt und verbrachten dort gleich zwei Nächte auf der Rückfahrt.

5.500 Kilometer und 2 Wochen später kommen wir zurück nach Zürich, sind extrem müde aber happy. Wir sind im Rahmen unseres Roadtrips durch Spanien umgerechnet 3 Tage durchgefahren, haben 3 Länder gekreuzt, Spaniens Facetten kennenlernen dürfen und sind einige der besten Trails bisher gefahren. Da hat Spanien wirklich einiges zu bieten! Nicht umsonst hat hier deswegen auch die European Enduro Series in diesem Jahr Halt gemacht.

Nach dem Entladen verabschieden wir uns langsam von unserem treuen Gefährt. Es hat sehr viel Spaß gemacht so unterwegs zu sein und das Hymermobil hat uns zuverlässig nach und durch Spanien gebracht. Auch Herausforderung wie die holperige Auffahrt auf einem unbefestigten Weg zum La Fenasosa Bikepark haben wir damit gemeistert, was wirklich nicht easy war. Das Hymermobil Exsis-i 588 fährt sich sehr angenehm und komfortabel und wir spinnen schon wieder Ideen für unser nächstes Abenteuer.